Cybermobbing, Cyberbullying und sexuelle Aggression im Web 2.0

Aktuelles Buch im Springer Verlag: Cybermobbing- Wenn das Internet zur Waffe wird!
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Cyberpsychologie, Medienethik & Jugendforschung
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Was können Eltern, Lehrer und Freunde tun?

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Fachbuch für Eltern, Lehrer, Psychologen: "Mit einem Klick zum nächsten Kick- Aggression und sexuelle Gewalt im Cyberspace" Verlag: mebes & noack, Köln.

Die Bereiche "Aufklärung" und "Schulung der Medienkompetenz" der Jugendlichen selbst, aber auch der Eltern und Lehrer, spielen eine besondere Rolle. Zu denken sind an Informationsabende und Weiterbildungskurse, Internetkonferenzen und Diskussionsforen. Auch könnte der Chatroom selbst als Lehrmedium im Schulunterricht eingesetzt werden.

Dabei ist den Jugendlichen deutlich zu machen, dass Cyberbullying und sexuelle Übergriffe in Internet-Chatrooms nicht als normal hinzunehmen sind, sondern gemeldet werden sollten. Da es in manchen Fällen nicht bei den virtuellen Kontakten bleibt, sondern auch reale Treffen mit sexuellen Hintergründen angebahnt werden, sollten im schulischen und familiären Umfeld mögliche Gefahren thematisiert werden.

Im Bereich der Präventions- und Interventionsarbeit kann z.B. die direkte Einbindung der SchülerInnen die eigene Sensibilität und das Bewusstsein für diese Problematik erhöhen. Auch ist zu beachten, dass die Internetnutzung in einem Raum stattfindet, den alle Familienmitglieder regelmäßig benutzen: So zeigte die vorliegende Untersuchung, dass 64,1% der sexuell viktimisierten Mädchen das Internet von ihrem eigenen PC, der in ihrem Kinderzimmer steht, aufsuchen, bei nur 16,2% steht der PC im Wohnzimmer und bei 9,9% im Arbeitszimmer der Eltern (Katzer & Fetchenhauer, 2007).

A uch sind neue Schutzprogramme zu entwickeln, die verhindern, dass Minderjährige im Internet auf Inhalte treffen, die nur für Erwachsene geeignet sind.

Im Bereich der "Opferhilfe" zeigen sich erste positive Erfahrungen mit einer "Onlineberatung" im Internet (z.B. Ansprechpartner in Beratungs-Chatrooms), die von den Opfern kontaktiert werden kann, ohne dass diese ihre Identität unbedingt preisgeben müssen (s. Kerger, 2007).